Altes Holz für afrikanische Masken und Figuren

Weit unterschätzt wird die Benutzung von altem Holz zur Herstellung von Masken und Figuren. Als Europäer geht man von der Vorstellung aus, dass dieses Holz geschlagen und dann gelagert wird. Bei den afrikanischen Klimabedingungen setzt eine rasche Zerstörung ein, sodass eine Lagerung für eine längere Zeit nicht sinnvoll erscheint.
Dabei sind die Eigenschaften, die altes Holz für den Verkauf von Masken und Figuren bietet, recht interessant. Jeder Sammler weiß, das altes Holz leichter als frisch geschlagenes ist. Auch die wissenschaftliche Methode der IR Messung gibt nur einen Hinweis auf das Alter des Holzes. So werden Stücke, die aus altem Holz hergestellt wurden, oft als viel älter ausgewiesen, als sie es tatsächlich sind. Die IR Spektroskopie, auch in der verfeinerten Form der Messung von zwei Schichten, ist nur darin aussagekräftig, dass die Maske oder die Figur nicht älter als der gemessene Wert ist, aber sie muss nicht so alt sein.

Wer afrikanische Verhältnisse kennt, weiß, dass der Zugang zu altem Holz viel leichter ist, als man sich das vorstellt. Es steht in den Wäldern. Bäume , die abgestorben sind, trocknen vor sich hin und werden von Holzwürmern und anderen Schädlingen heimgesucht. Wenn ein Künstler ein Stück aus altem Holz machen will, nimmt er einen ausgetrockneten Baum. Er hat dann in seinem Werk auch schon all die Kanäle, die manche Sammler als Zeichen eines alten Stückes sehen möchten. Dies ist besonders auffällig, wenn die Schädlingskanäle auf der Außenhaut der Figur oder Maske zu sehen sind- Insekten fressen nur innerhalb eines Holzstammes und dürften so nur an den Eingangslöchern sichtbar sein.

Kategorie: Konservierung und Restauration, Aktualisiert am 15.11.2014 von admin | Anmelden

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